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Jetzt ist amtlich: Trudering-Riem braucht ein Gymnasium
CSU fordert rasches Handeln von Ude

(27.10.2006) Die Kapazität der Gymnasien im Münchner Osten und insbesondere im Umfeld von Trudering-Riem mit der Messestadt ist vollkommen erschöpft, Abhilfe ist dringend nötig und die Stadt München hat den Schlüssel in der Hand.

Dies ist der Tenor eines Schreibens von Kultusminister Siegfried Schneider (CSU) an die Münchner Schulreferentin Elisabeth Weiss-Söllner (SPD).

Seit Ende August liegt das Schreiben bei der Stadt, jetzt hakt die CSU im Münchner Stadtrat und vor Ort im Münchner Osten nach: der Münchner Osten steht angesichts der Realisierungsdauer jedweder Lösung vor einem Schulversorgungsnotstand, wenn die Stadt nicht umgehend Entscheidungen trifft.

Um was geht es? Die Schulexpertin im Bezirksausschuss 15 Trudering-Riem, Dr.Stephanie Hentschel (CSU) hatte bereits im Juni Alarm geschlagen: alle Gymnasien im Münchner Osten sind nicht nur voll ausgelastet, sondern arbeiten z.T. deutlich über ihrer baulichen Kapazität. So wurde etwa das Michaeligymnasium für 750 Schüler und 70 Lehrer ausgelegt, mittlerweile besuchen 1200 Schüler und 100 Lehrer die Schule.

Auch die traditionell von den Schüler/inne/n in Trudering-Riem besuchten weiterführenden Schulen im Umland nehmen künftig aufgrund des eigenen Bevölkerungszuwachses weniger Schüler aus München auf.

Bevölkerungszuwachs gibt es aber auch in Trudering-Riem in hohem Maße, insbesondere das Leitprojekt "Messestadt-Riem" der LH München weist dabei einen höheren Kinderanteil auf als geplant und zwingt die Stadt, kurzfristig sogar eine dritte Grundschule zu bauen.

Wie Kultusminister Schneider (CSU) nun dem Vorsitzenden des CSU-Kreisverbandes 9 München Ost, Dr.Georg Kronawitter, und dem örtlichen Landtagsabgeordneten Heinrich Traublinger (CSU) jetzt mitgeteilt hat, bestätigt auch der Ministerialbeauftragte die prekäre Situation. Schneider stellt unmissverständlich klar, dass es jetzt an der Stadt sei, zu entscheiden, wie die notwendige Schulkapazität dargestellt werden könne.

Die Stadträte Marianne Brunner(CSU) und Hans Podiuk (CSU) fordern nun in einem Antrag OB Ude auf, dem Stadtrat raschestmöglich einen Entscheidungsvorschlag vorzulegen. Sie gehen wie Hentschel und Kronawitter davon aus, dass nur ein Neubau eines Gymnasiums in Trudering-Riem eine zielführende Lösung ist, um pädagogisch fragwürdige Mammut-Schulen zu vermeiden. Hans Podiuk: "Wer A sagt zu einer massiven Stadterweitertung, muß auch B sagen und das seine tun, um rechtzeitig auch für weiterführende Schulen zu sorgen".

Noch könne es am fehlenden Platz nicht liegen, so Kronawitter, da sowohl an der Friedenspromenade wie in der Messestadt Flächen in städtischem Besitz seien. Außerdem sei offenkundig die Nachfrage für das in Bau befindliche Berufschulzentrum Messestadt Ost für die Bereiche Banken, Versicherungen und Anwaltskanzleien bei weitem nicht mehr so hoch, wie bei der Entscheidung für diesen Standort. Dies ergebe sich daraus, dass erst kürzlich bei internen Planspielen in der Stadtverwaltung bezüglich der künftigen Grund- und Hauptschulversorgung eine Umnutzung dieses Berufschulzentrums nicht mehr tabu war.

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